Das Geheimnis von „Headspace“ – Meditation made simple

Viele denken: Wenn ich mich mal wirklich konzentrieren muss, dann schalte ich alles andere aus und bin dann total fokussiert.

Doch nur den wenigsten gelingt das. Dass die Aufmerksamkeitsspanne in den letzten Jahren gesunken ist, liegt auf der Hand. Grund sind unter anderem die sozialen Netzwerke.
Ob nun wirklich unsere Aufmerksamkeitsspanne – wie in den vielzitierten und in tausenden Präsentationen ausgeführten – mit 8 Sekunden unter der eines Goldfisches liegt, glaube ich nicht.

Klar ist: Hat sich das Gehirn an Ablenkung gewöhnt, so ist es schwer, von dieser Sucht loszukommen.
Vielfach wird jeder Moment potentieller Langeweile mit einem Blick auf das Smartphone erleichtert. Drei Minuten Schlange stehen – aufs Smartphone gucken. Fünf Minuten im Restaurant warten – aufs Smartphone gucken.

Man ist chronisch abgelenkt

Sich wieder ganz auf eine Sache zu fokussieren, ist zu einer raren (und immens wichtigen) Fähigkeit geworden. Das Training und die Übung, die notwendig ist, um konzentriert zu arbeiten, ist übrigens in dem absolut empfehlenswerten Buch „Deep Work“ beschrieben. 

Das ständig-abgelenkt-sein führt dazu, dass sich viele wieder nach innerer Ruhe sehnen.

Lustig ist, dass gerade eine App dies ändern möchte: Headspace. Die App gibt es seit 2012 und ist wahnsinnig erfolgreich. Mehr als 1 Million Subscribers. Es geht darum, dass Meditation angeleitet wird, das bedeutet, ihr werdet durch die Meditation geführt:

Headspace wurde von Andy Puddicombe entwickelt – der mit seiner sanften Stimme und in vornehmen Englisch Schritt für Schritt durch die Sessions leitet.

Die Idee der App basiert auf dem ursprünglich buddhistischen „Mindfulness-Konzept“. Dabei geht es grundlegend um eine Denkweise, die sich ganz darauf konzentriert, was uns umgibt, und auf die Ereignisse, die in der Gegenwart geschehen.

Glücklicherweise geht es in der App aber nicht um Esoterik. Wer die App nutzt, der merkt schnell, dass das Headspace-Konzept frei von allem Spirituellen ist.

„Ich schlafe auch viel besser, ich führe bessere Beziehungen mit anderen Menschen, bin geduldiger, offener und verständnisvoller.“

Zitat von Andy Puddicombe
Screenshot der App "Headspace"

Ich nutze Headspace jetzt seit einigen Wochen. Leider eher unregelmäßig (den besten Effekt hat man natürlich, wenn man die App jeden Tag nutzt).

Bei mir fühlt es sich erstmal gut an, den Tag mit ein paar Minuten Ruhe zu beginnen – anstatt mit einem schnellen Kaffee und dem rumgedaddel am iPhone.

Darüber hinaus hilft mir die App etwas mehr im Hier und Jetzt zu leben.
Das klingt vielleicht doch etwas zu spirituell, aber ich glaube es ist gut, die eigene Aufmerksamkeit auf die Atmung, die Brise in der Luft, das Gewicht des Körpers bei jedem Schritt … zu konzentrieren.

Positiv an der App ist auf jeden Fall auch: Wer sich schon immer mal in Meditation versuchen wollte, kann das jetzt einfach mal ausprobieren. Meditation light sozusagen. Man muss keinen Kurs belegen oder sich (zumindest zum Start) weitergehend mit dem Thema beschäftigen.

Und auch davon bin ich überzeugt: „Neue und gute Ideen entstehen nur dann, wenn der Kopf klar ist“ (das Versprechen der App).

Probiert’s aus.


Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.