Squared Online – 5 Gründe für eine Teilnahme beim Online Kurs

Ich habe in diesem Jahr den Online Kurs „Squared Online“ absolviert. Seitdem wurde ich von vielen Freunden und Kollegen gefragt, ob ich den Kurs empfehlen kann. Hier findet ihr fünf Gründe, warum der Kurs aus meiner Sicht eine gute Wahl ist.

Ein paar Infos zu dem Kurs:
Der Kurs findet ausschließlich online statt wird in Kooperation mit Google angeboten und von AVADO, einem tollen Unternehmen und Anbieter von „Lernlösungen“, durchgeführt. Ursprünglich natürlich aus dem englischen Sprachraum kommend, ist der Kurs mittlerweile in verschiedenen europäischen Ländern verfügbar. Unter anderem seit 2016 auch in Deutschland.

Dabei wurden die englischen Inhalte auf den deutschen Markt adaptiert – also beispielsweise Aufgaben und Material angepasst. Es ist auch möglich aus Deutschland den englischen Kurs zu belegen. In diesem Fall muss man sich jedoch möglicherweise auf etwas unglückliche Timings einstellen, da andere Kursteilnehmer teilweise in anderen Zeitzonen unterwegs sind.

Der Kurs dauert knapp sechs Monate und kostet ca. 2.000 EUR. Der Kurs ist sehr durchdacht und professionell aufbereitet – und wird über die Kurszeit sehr gut begleitet. Mögliche Fragen der Teilnehmer werden innerhalb kürzester Zeit beantwortet. Niemand muss also Angst haben alleine gelassen zu werden.

Jeder Interessent sollte sich jedoch bewußt sein, dass der Kurs relativ aufwendig ist. So etwa 6-12 Stunden (abhängig von der konkreten Aufgabe, dem Thema, einer möglichen Gruppenarbeit und natürlich dem eigenen Vorwissen) sollte man jede Woche einplanen. Einige Teilnehmer aus meinem Umfeld hatten sich für den Kurs jeweils einen Tag in der Woche freigenommen. Das ist (aus meiner Sicht) nicht notwendig. Man muss aber natürlich bereit sein abends oder am Wochenende Zeit zu investieren.

Der Kurs hat verschiedene Themenschwerpunkte (5 Module = 5 Schwerpunkte) und grundlegend drei Komponenten:

  1. Sehr regelmäßig Aufgaben im sogn. „Online Campus“ erledigen bzw. Tests absolvieren
  2. Drei verschiedene Gruppenarbeiten erarbeiten und einreichen
  3. 1x in der Woche an einer sogn. „Live Class“ teilnehmen, bei der jeweils ein Experte (mal mehr mal weniger expertig) durch das jeweils aktuelle Thema im Kurs führt
Startseite des “virtuellen Campus” 

Der Kurs ist nicht für jeden gleichermaßen geeignet. Sinnvoll ist sicherlich, dass der- oder diejenige im Marketing arbeitet oder irgendwie in dieser Richtung aktiv ist. Man sollte die Basics kennen und bspw. einordnen können was eine “Customer Journey” oder “Content Marketing” ist 😉

Die Teilnehmer in dem Kurs sind äußerst heterogen. Das ist auf der einen Seite natürlich gut, kommen so verschiedene Sichtweisen und Soziologisierungen zusammen. Auf der anderen Seite bietet dies durchaus Frustpotential. Zumindest dann, wenn die Gruppen mit sehr erfahrenen und sehr unerfahrenen Teilnehmern zusammengestellt wird (die Zusammenstellung erfolgt durch den Veranstalter).
Je nach Agentur und Position sind Mitarbeiter aus Kommunikationsagenturen fachlich wohl häufig im Vorteil, da viele der Themen längst im Tagesgeschäft der Agenturen angekommen sind. Das trifft auf den Marketingfachangestellten in einem Konzern im Zweifel nicht unbedingt zu.

Mir hat der Kurs auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Meine fünf Gründe für eine Teilnahme:

  1. New Work: Das wie ist wichtiger als das was
    Wie so häufig liegt auch bei Squared Online der Fokus stark auf dem „wie“. Wenn man dafür aufgeschlossen ist, lassen sich viele Impulse und Ansätze mitnehmen. Beispielsweise wie man in hoterogenen (und virtuellen) Teams erfolgreich zusammenarbeiten kann, wie man in kurzer Zeit viel Output generiert oder wie eine agile Zusammenarbeit funktionieren kann. Alles Themen, die auf „New Work“ einzahlen und bei denen es viel um das „wie“ – also mehr um eine Haltung und den Menschen geht – als um eine konkrete Wissensvermittlung.
  2. Real-World Aufgaben
    Mir hat es gutgetan mich um konkrete Aufgaben zu kümmern. Es ist befriedigend jede Woche Dinge fertigzustellen oder abzugeben. Da ich mich viel mit übergreifenden Themen und Aufgaben beschäftige, fand ich es sehr gut, mich wieder um handfeste (fake) Real-World-Aufgaben zu kümmern. Beispielsweise ein “Online-Marketingkonzept für die Markteinführung eines neuen Energydrinks” zu schreiben. 
  3. Breites Themenspektrum – was passt zu mir?
    Je nach dem mit welchem Blickwinkel man auf den Kurs guckt, hat dieser eine bestimmte Themenbandbreite. Für einen eher „klassischen“ Werber wird bei Squared Online womöglich hochspezialisiertes Digitalwissen vermittelt. Das stimmt aber natürlich nicht, Squared Online hat eine große thematische Bandbreite: von Attributionsmodellen über Content Marketing bis Marketingethik und Datenschutz. Dies ist Vor- und Nachteil zugleich. Niemand wird in diesem Kurs ein Digital-Profi. Allerdings bekommt jeder einen guten Überblick über aktuelle Themen und Betätigungsfelder. Vielleicht findet ja der eine oder andere „sein“ neues Lieblingsthema.
  4. Methoden und Tools zum Mitnehmen
    Auch wenn die meisten Inhalte für mich nicht neu waren – ich habe einige Tools und Methoden kennengelernt, die ich im Tagesgeschäft und der Beratung von Unternehmen nutzen kann. Beispielsweise das Digital Marketing and Measurement Model von Avinash Kaushik.
  5. Motiviert zum „Machen“.
    Letztlich motiviert der Kurs zum “Machen”. Nicht unbedingt dazu mehr aus sich selber zu machen und sein Leben umkrempeln – aber vielleicht doch dazu, um neue Ideen und Impulse auszuprobieren und umzusetzen. Dazu tragen auch die Aktivitäten rund um das „Lean Canvas model“ bei – hier haben wir Geschäftsmodelle visualisiert und überprüft, ob diese unternehmerisch sinnvoll sind.

Achso. Am Ende bekommt natürlich jeder erfolgreiche Absolvent ein Zertifikat:

Mein Zertifikat „mit Auszeichnung“

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *